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30.6.08

Social Networks und Social Media für Reisewebsites

Stephen Joyce von von Sentias, ein T-List-Blogger-Kollege aus Vancouver (Kanada) hat sich in dieser Slideshow mit dem Zusammenhang zwischen dem berühmten “Longtail” im Tourismus und  dessen Umsetzung in sozialen Netzwerken beschäftigt. Vorab werden andere wichtige Web 2.0-Tools, wie Blogs, Kundenbeurteilungen und Wikis betrachtet.

Ab Folie 60 geht es mit sozialen Netzwerken los. Als Herausforderung sieht er:

  • der Leistungsanbieter kann den Inhalt nicht (oder nur begrenzt) kontrollieren, sondern muß einen Weg finden damit umzugehen.
  • Soziale Netzwerke basieren auf Personen und nicht auf Unternehmen. Jemand muß das Unternehmen, die Marke repräsentieren!
  • Ein höheres Niveau an eigener Beteiligung ist notwendig.

Daraus resultieren natürlich auch Möglichkeiten:

  • direkter Kontakt zum Teilnehmer.
  • Fragen und Antworten spezifisch ausgerichtet auf die eigene Region.
  • fügt dem Online-Auftritt ein menschliches Element hinzu.

Als Tipps gibt Stephen mit auf den Weg:

  • herauszufinden, wer im Unternehmen schon soziale Netzwerke, wie Facebook, MySpace, Lokaliste, StudiVZ o.ä. nutzt.
  • eventuell einen Service anzubieten, der die Marke stärkt, ohne direkt mit ihr verbunden zu sein.

Tripr.tv lässt Gäste an ihren Hotelvideos mitverdienen

Durch Tripr.tv wurde eine Hotelbewertungsplattform vorgestellt, die ausschliesslich auf Videos der Hotelgäste basiert. Gäste, deren Videos zu Buchungen führen erhalten dann ein Drittel der Buchungsprovision als Belohnung.

Tripr.tv sieht Vorteile der Videos gegenüber Texteinschätzungen insbesondere in deren höherer Glaubwürdigkeit. Um ein Video aufzunehmen müsse man im Hotel gewesen sein. Bösartige oder gefälschte Gästemeinungen seien damit sehr erschwert. Videos vermitteln auch besser Look und Feel des Hotels.


2.4.08

Destination Wittenberg im Netz

Screenshot Website Wittenberg Tourismus Marketing GmbH

Ich habe mich nach der Lektüre von Karin Schmollgrubers Blogbeitrag Destinationen im Netz - Ob Web 1.0 oder 2.0 ist egal, Hauptsache gut gemacht! mit der Website meines Heimatortes befasst und verglichen, wie dort der Stand der Dinge im Vergleich zu Dresden ist. Die im Beitrag genannten Punkte sind auch meiner Meinung nach einer guter Maßstab für die Nutzbarkeit des Webangebotes für den zukünftigen Gast. Das sind keine "Designmätzchen", sondern harte Ökonomie, angefangen vom " an den Wettbewerber verlorenen Gast" bis zu viel versandten Katalogen mit hohem Portoaufwand.

Vorab - die Lutherstadt Wittenberg ist mit den Gedenkstätten der Reformation und zur Person Martin Luthers Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. In 10 Jahren werden wir das 500jährige Jubiläum der Reformation begehen und diese Stadt wird der Mittelpunkt der Aktivitäten sein. Anspruch und Anforderung sollten entsprechend sein.

Also zu den Details:

1. Topattraktionen schon von der Startseite aus auffindbar

Der normale Besucher wird wohl über das Stadtportal www.wittenberg.de starten. Der Link Tourismus ist links oben relativ leicht gefunden. Auf der Website der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH www.wbticket.de (war keine andere Domain mehr frei ?) findet man in der linken Navigationsleiste "Sehenswertes". Prima. Fast 100%.

2. Schlüsseln Sie Ihre Highlights nicht geografisch auf

Ist in Wittenberg als Kleinstadt sicher nicht das Problem. Aber warum sind die Sehenswürdigkeiten alphabetisch angeordnet? Ich hätte angenommen, daß den Besucher die Weltkulturerbestätten zuerst interessieren. Für das Prunkstück, die Schlosskirche mit der Thesentür muß ich bis nach ganz unten scrollen. Unlogisch.

3. Downloads sollten speziell für Selbstdrucker optimiert sein

Angeboten werden zum Download die Broschüren 1:1. Zum Ausdruck also ungeeignet. Zu viel Farbe, zu viele Seiten. Gut zum Blättern am PC.

4. Zielgruppengerechte Prospektanfrage

Es sind nur 4 Broschüren bestellbar. Diese sind auch noch recht handlich und passen in einen Umschlang B5 lang. Da ist nicht viel zu differenzieren. Eine Abfrage von mehr Daten wäre hier sicher kontraproduktiv und würde potentielle Gäste abschrecken ihre Adresse einzugeben. Als Destination muß man abwägen, wann man mit dem Fragen in die Tiefe gehen sollte. Das Beispiel Dresden hätte bei gezielterer Abfrage einen zufriedeneren Kunden bei gleichzeitiger eigener Kostensenkung ergeben, in Wittenberg macht das keinen Sinn.

5. Bildergalerien, Web-2.0-Tools

Fehlanzeige. Keine Bildergalerien über die Bilder im Kontext hinaus, keine interaktiven Karten (Google-Maps o.ä.), keine Interaktionsmöglichkeiten für Gäste. Hier hinkt der Webauftritt der Entwicklung etwas hinterher. Insbesondere, wenn man davon ausgeht, daß Wittenberg im englischsprachigen und skandinavischen Raum viele Gäste akquiriert, die bei der Nutzung von User Generated Content deutlich weiter sind, wird hier Potential verschenkt.

6. Das mit der Unterschrift habe ich nicht getestet, aber als Lokalpatriot gehe ich natürlich davon aus, daß hier noch die Briefe von hand signiert werden.

Zusammenfassend ist der touristische Webauftritt von Wittenberg noch klassisch 1.0. Sicher wird im Rahmen der Lutherdekade auch ein neuer und modernerer Webauftritt drin sein.

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22.8.07

Endlich ! Google Map so einfach wie You Tube einfügen


Größere Kartenansicht

Google hat gestern das Einfügen von GoogleMaps in Websites, Blogs etc. deutlich verbessert. Vorbei die Zeit des Kampfes mit API und JavaScript.

Einfach die entsprechende Map auswählen, "URL zu dieser Seite" clicken und html in die Website einfügen. Die Handhabung der Karte ist dann genauso interaktiv wie die der Orginalkarte.

Das gibt sicher einen Aufschwung bei der Nutzung von GoogleMaps in touristischen Websites. Besonders für User Generated Content ist es jetzt viel einfacher den eigenen Bildern und Bewertungen gleich noch eine Karte anzuhängen.

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